Freitag, 29. Juni 2018

Bloggen für Britting

Georg Britting
Siehe auch Brittingblog
Georg Britting war ein deutscher Dichter, bayrisch, nieder­bay­risch aus Regensburg, dann aber in München lebend, be­schei­den, mit zwei abendlichen Stammtischen rund um den Rot­wein, keine Kinder, spät geheiratet. Generation Kästner (Erich, nicht Erhart), Eugen Roth, Brecht vielleicht und sonst heutzutage Unbekannte. Er starb 1964.
    Der Mann kann uns eigentlich egal sein. Es gibt tausende vergessene Künstler, Hobbymaler, Profimaler, His­to­rien­schrei­ber, Lieblingsdichter, Romanciers, Zeitgeister, vergangen. – Bücher sind heute Ramsch.
   Zufällig aber kam ich auf Britting, mehr dazu hier, und ich finde, der alte Herr, der nicht mehr bei Talkshows mitreden kann (er wäre heuer 127 Jahre alt!) hat uns immer noch etwas zu sagen, und das recht konzentriert und kompakt. Er war nämlich ein Dichter, sogar im profanen Sinn des Wortes.
   Immer noch ist es nämlich nicht einfach, kurz und knapp zu schreiben – lesen Sie nur weiter, ich bin das beste Beispiel! –, weil wir nicht dichten, nicht verdichten. Vage Wörter wählen, Technologie und Bereich und Umfeld, vor allem, weil wir nicht feilen, feilen, feilen …
   Brittings Geschichten sind geheimnisvoll, romantisch, ländlich, zeitlos. ’s liest sich gut.

Nun suche ich wen, der Britting propagiert, das heißt bekanntmacht, vielen neu bekanntmacht, anderen besser, manchen ganz besonders. Wir brauchen eine PR-Kampagne. Dazu haben wir manches ausprobiert: Die vollständige Britting-Website Britting.De bekam ein Facelift und sieht jetzt ganz respektabel aus. Eine Zeitlang gab's »uns« auf Facebook, was aber zu nichts gut war. Ich habe mich mit Youtube-Vorträgen versucht, da sieht man die Zahl der Abrufe. Das war nichts, weil ich nichts war, jedenfalls kein Medienstar, schon gar nicht fleißig oder literarisch bewandert. Ein Britting-Blog – http://brittingblog.blogspot.de/ – dümpelt herum. Was soll bei einem toten Dichter schon wöchentlich passieren? Dass er sich im Grab herumdreht, wird nicht gemonitort. (Als mir einmal der Hut hochging, weil behauptet wird, dass Britting ein Telegramm an Hitler geschickt hat, da fing er zwar unter der Grabplatte zu rotieren an. Die Studie dazu hier.) Blödsinn bekommt man aber nicht weg; mit Glück bekommt man es in Fake News umbenannt.

Ich meine: Wir brauchen einen Literaturfreund, vielleicht eine Deutschlehrerin an einem Gymnasium, einen wachen, fleißigen Schüler mit fester Stimme und ohne »irgendwie«, jemand, der in knapp fünf Minuten sagen kann, was er oder sie jetzt schon wieder Gutes an Britting gefunden hat, auf Youtube.
   »Mehr Abonnenten als ein Regionalblatt«, titelt meine heutige Regionalzeitung (pardon!), die NZZ über schweizer Youtuber, hier http://j.mp/2HulbVF = https://www.nzz.ch/panorama/auch-schweizer-youtuber-haben-heute-teilweise-mehr-abonnenten-als-regionalzeitungen-ld.1366281.
   Technisch sind die Siegermedien Youtube und Instagram. Menschlich ist’s Fleiß und Können, Konstanz und Konzentration,  meine ich.
    »Ich arbeite pro Woche rund 20 Stunden für meine Videos, und das neben meinem Studium an der Universität St. Gallen«, sagt Lionel Battegay. Sein Kanal ist »Ask Switzerland« mit 54'000 Abonnenten. Unglaublich. Ein erstes, schönes Beispiel mit Brad Pitt: https://youtu.be/T3xQfIr280k?t=3m42s.
    Dann hier dieses, ausführlicher analysiert:

Ein Youtube-Muster vom 15.9.2016 aus Lionels Youtube-Kanal – nur das Titelbild ist »scharf« –: http://j.mp/2Huijba = https://www.youtube.com/watch?v=X2Bx6DDqPW4
   Knapp 25'000 Aufrufe, 866 Likes, 40 Dislikes
   Lionel ist per du mit einem, redet schnell und agil (wichtig!), abr Schweizerdeutsch. Diese knapp vier Minuten lange Sendung bringt drei Themen, eine 18-jährige Österreicherin verklagt ihre Eltern wegen ins Netz gestellter Bilder von ihr als Kind (kann mir auch noch passieren), dann wirft ein Zürcher Pub ein schwules Pärchen hinaus, und drittems geht ein namentlich genannter Politiker fremd, was der Sendung den reißerischen Titel gab: »Fremdgange – und di ganzi Schwiz weiss es.«
   Unter dem Video stehen Lionels weitere Links und Adressen.
   Ein weiteres Beispiel ist der Fotograf Jan Kaya mit seinem Instagram-Kanal Lichterfang. (Der Lichterfang ist übrigens ein Gipfel weit im Westen der Großen Barriere von Oth auf Pthor). Hier Instagram-Statistiken und neueste Bilder. Die finde ich fast Brittingsch-gruselig, was sich beim geschätzten Dichter freilich expressionistisch nennt oder naturlyrisch.
   Bei Britting geht’s mir aber um Lyrik und Kurzgeschichten, um geschriebene Bilder. Und das ist noch eine ganz andere Herausforderung!

Was sagt mir das alles? Erstens, dass ich doch Schweizerdeutsch nicht so verstehe, zweitens, dass Youtube gut gemacht werden will und wird – die Ansprüche werden sogar noch steigen –, und dass es, in Ehren, ein gutes Medium auch für Britting sein kann. Danke Lionel.

Link hierher: http://j.mp/2Hrgls2 =
https://blogabissl.blogspot.com/2018/04/bloggen-fur-britting.html

PS. Jammerschade, das mit dem »Schwitzerdüütsch«, für mich jedenfalls. Wer keine acht Minuten Zeit hat und auch kein Schweizerdeutsch versteht, wird wie ich das Ask-Switzerland-Duo-Video genießen mit einem jungen weiblichen Youtube-Star der Schweiz, Iris Reeves: https://youtu.be/Jr01uIfSifw. 52'328 Aufrufe +1 jetzt.

Kommentare bitte an den gleichen Blog auf
http://blogabissl.blogspot.com/2018/04/bloggen-fur-britting.html 

Mittwoch, 16. Mai 2018

Begräbnis Schuldt

Am Dienstag, den 8. Mai 2018, haben wir die sterblichen Überreste von Hans-Joachim Schuldt zu Grabe getragen. Seine Urne ruht nun zusammen mit Ingeborg, seiner vor sieben Jahren verstorbenen Frau, am Münchner Nordfriedhof in Areal 97 Platz 410,

 Ingeborg Schuldt-Britting, geborene Fröhlich 31.7.1918 – 18.10.2011
Hans-Joachim Schuldt 4.3.1920 – 19.3.2018

Hans-Joachim Schuldt hat eine Zwillingsschwester. Sie selbst ist nicht gekommen, dafür eine ihrer Töchter und weitere Verwandtschaft; Vorstände der von ihm und seiner Frau, der Witwe Georg Brittings, gegründeten Britting-Stiftung gaben ihm das letzte Geleit; viele Freundinnen und Freude aus ihrer Oberbayrischen Umgebung waren da zum letzten, traurigen Gruß, ebenso wie zahlreiche engagierte Glaubensgenossen – insgesamt vielleicht fünfzig Trauergäste.
   Nach besinnlichen Noten von einem unsichtbaren Klavier hielt Prof. Dr. Sigmund Bonk, der Vorsitzende der Britting-Stiftung, eine sehr persönliche Würdigung seines Freundes Schuldt. Von ihm hat er die Stiftung übernommen. Der alte Herr Schuldt war ihm – wie uns allen – sehr ans Herz gewachsen. Dann sprach ein Zeuge Jehovas, der später auch die Rede am Grab hielt, und verband sein Leben, seine Erlebnisse mit der Ewigkeit.
   Hernach wurde die Urne zum Grab getragen und der Erde übergeben. Wir konnten uns nocheinmal verabschieden, mit Gottes strahlendem Himmel über uns.
   Die Stiftung hatte in eine nahe Pizzeria eingeladen. So konnte man sich ein wenig kennenlernen und noch einmal die persönlichen Erlebnisse mit »unserem« Herrn Schuldt austauschen. Schade, dass er nicht noch einmal stirbt, dachte ich: Wir hätten uns gerne wieder sehen können. So warten wir – wie Schuldt uns zuletzt in seinem Vermächtnis noch zugerufen hatte – im Glauben an ein freudiges Wiedersehen am Jüngsten Tag.

Bilder vom Begräbnis finden Sie auf www.Britting.De/Begraebnis_Schuldt

Seine Todesanzeige mit einigen Bildern steht auf
 http://brittingblog.blogspot.de/2018/03/hans-joachim-schuldt-19.html
im Rahmen des Blogs http://brittingblog.blogspot.de,
zu erreichen auch über www.Britting.De Aktuelles.

Fritz Jörn (Fritz@Joern.De), 16.5.2018, korr. 25.5.2018

Link hierher: http://j.mp/2IpCvve =
 https://brittingblog.blogspot.com/2018/05/begrabnis-schuldt.html

[Anm.f.mich https://youtu.be/3LCTfWK7pFk https://youtu.be/B7J8QLxAlMg]

Dienstag, 17. April 2018

Eiswein

Eine Sprachübung
Von Hans-Joachim Schuldt, 4. März 1920 – 19. März 2018,  posthum also

Foto Jörn
Ich sei eine Spätlese, behauptete ein sonst wohlmeinender Freund, der mich besucht hatte.
   E
r ist einer von jenen, mit denen man vortrefflich und auf ordentlich gehobenen Niveau streiten kann und sich versöhnen. Wobei ich immer das Gefühl habe, am Ende wird er
zu guter Letzt recht behalten haben – oder keiner von uns, sonst wer oder ein anderer. 
   Bis dahin »bedarf es oft eines langen Kampfes«, gespreizt gesprochen, ein wenig weinselig, bereits und doch voll heißlaufender Kampfeslust trotz gekühlter Temperierung. Also das alles vollzieht sich nicht im hitzigen Gefecht – was nicht ausschließt, daß*) die Wogen auch mal Schaumkronen tragen. Aber wie bei Ebbe und Flut fließt das brandende Wasser unterdessen unter diesen wieder glatt und mäßigend zurück. Oder irgendwie so.
   Jetzt aber, nach dem Spätleseanwurf, galt es ihm zu widersprechen: 
   »Eine Spätlese, mein lieber Freund, die bin ich nicht, da irrst du ganz gewaltig – wie kommst’n auf so eine Idee?« 
   »Das ist doch ganz einfach«, sagt’r, »bedenke: ›In Vino Veritas‹, du hast sie (wen oder was frag’ ich mich) spät gefunden, und so bist du eben eine Spätlese.« 
   »Aber, mein Lieber, Veritas liegt nicht nur in einer Spätlese, sondern auch in allen anderen Stadien und Prädikaten«, gab ich zu bedenken, etwas vage zwar, aber doch. 
   Bis er dann sagte: »Aber ein ›Heuriger‹ bist du doch nun wirklich nicht!«.  
   Dem habe ich dann zugestimmt, aber mit dem Hinweis, daß das auch für den der Veritasspruch gilt. 
   Wir hatten nun alle Prädikate von Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese bis zum Eiswein für einen passenderen Begriff für meine Person durchkostet (bittesehr: symbolisch nur) und hatten uns dabei angehört, was Georg Britting in seinem »Lob des Weines« zum Thema zu sagen wußte, und das soll allhier nicht verschwiegen bleiben, weinselig oder schon beduselt..

Weißer Wein, der unruhig übers Glas drängt, 
Perlend wie der Wortschwall der Mädchen, wenn sie 
Aug’ in Auge mit dem Ersehnten ihre 
Liebe verbergen,

Honigfarbner, koboldisch glühend, wenn der 
Taumel rast bei Hochzeit und Taufe, mondschein- 
Gelber, zarter, voll von Empfindung wie der 
Vers eines Dichters,

Und der grüne, Hoffnungen weckend, grün wie 
Morgenduft des kommenden Freudentages, 
Ist der rechte Trunk für die Jugend, für die 
Glänzenden Männer.

Doch der rote, Herz und die Glieder wärmend, 
Dunkler, aus der Landschaft Burgund, der süßen, 
Oder sanfter Wein von Bordeaux gehört den 
Späteren Tagen,

Der schon still verzichtenden Weisheit - nicht zu 
Sprung und Taten reizt er das alte Blut, er 
Gibt ihm, das schon langsamer hinrollt, Kraft und 
Schönes Gefälle,

Macht das ungesellige Zimmer rosig, 
Bringt die schon gegangenen Freunde wieder: 
Glück des grauen Hauptes, das einsam hinlebt, 
Labsal des Alters!   

Ein passendes Prädikat für die gesuchte Bezeichnung einer Person war auch hier nicht zu finden, nur zwei passende Zeilen – es sind die beiden letzten  – die aber geben keine Namensbezeichnung. 
   Mein Freund hatte das mit einem alten Rotwein gefüllte Glas erhoben, hielt es nachdenklich gegen das Licht und bemerkte plötzlich »das Glas hatte ja einmal einen Goldrand«, »verwehte Spuren glücklicher Zeiten« sinnierte er poetisch, mir hingegen lief es eiskalt über den Rücken, nie hatten wir Gläser mit Goldrand, immer nur glasklare ungeschliffene, um dem Wein nicht den optischen Reiz zu rauben! So hob denn ich auch mein Glas – und oh Wunder, auch er wies Spuren der goldenen Vergangenheit auf! Auf die tranken wir, im goldenen Licht alter Zeiten stiegen sie empor – weintrunkene Erinnerungen. 
   Als es mir so eiskalt über den Rücken lief, fiel mir ein passendes Prädikat ein: Eiswein! Ja, der passt! Er ist die Endstufe. Es sind die Trauben der Beerenauslese, die so lange am Rebstock bleiben müssen, bis sie bei Dauerfrost von mindestens 7° gefrieren. Es zeichnet sie eine harmonische Balance von reifer Fruchtsüße und animierender frischer Säure aus, und »ein wenig Bitteres darf in allem sein«! http://www.britting.de/gedichte/4-110.html
  Die Ränder unserer Gläser verfärbten sich an diesem Abend noch mehr, es war ein harmonischer Abend – ich habe ihn jedoch nicht so genossen, wie ich es getan hätte, wären nicht Spuren vom Goldrand zu sehen gewesen, wie jetzt, da er gegangen ist und ich die Gläser gründlich abgewaschen habe. 
   Es bestätigt sich hiermit wieder, was Britting sagte: »Kein Bild ist Betrug«! http://www.britting.de/gedichte/4-110.html 
[Gedanken zu Brittings Windlicht und dem betrügerischen Bild hier:
http://blogabissl.blogspot.com/2017/05/brittings-windlicht.html ]

Hans-Joachim Schuld,
vormals Wendelsteinstr. 3, 83101 Höhenmoos

Url: www.britting.de,
genaugenommen die Schuldt’sche http://www.britting.de/index.htm


*) Hab ich ausnahmsweise nicht wegkorrigiert, Schuldt war ein »Alt-Schreiber«, fj  

Permalink http://j.mp/2HyhT6X =
 https://brittingblog.blogspot.com/2018/04/eiswein.html

Dienstag, 10. April 2018

Die Geschichte der Britting-Website

http://www.Britting.De

Die Britting-Website gibt es seit Anfang der Nullerjahre. Im Rahmen der Darstellung deutscher Dichter des zwanzigsten Jahrhunderts ist sie einzigartig: Das gesamte Werk Georg Brittings (1891 – 1964) ist wiedergegeben, samt Kommentaren und Sekundärliteratur. Vergleichbare öffentlich zugängliche, vollständige Werkpräsentationen beispielsweise von Bert Brecht oder Erich Kästner sind mir nicht bekannt. (Dafür sorgt schon das literaturfeindliche Urheberrecht.)
   Brittings Witwe (1918 – 2011), links im Bild, und ihr kürzlich verstorbener zweiter Ehemann Hans-Jochim Schuldt (1920 – 2018) hatten sich gleich zu Beginn des öffentlichen Internets Ende der Neunzigerjahre daran gemacht, die Werkausgabe Brittings, 23 Bände, zu digitalisieren. Weil die gedruckte Ausgabe nicht als PDF vorlag, wie das heute vielleicht der Fall wäre, mussten die beiden Seite für Seite einscannen und maschinell optisch lesen, nachkorrigieren, digital wandeln und auf eine selbstentwickelte Website bringen, die zunächst noch ausschließlich Britting.com hieß. Das .com deutete darauf hin, dass die Site schon damals zwar nicht kommerziell aber international ausgerichtet war. Sie finden sie weiterhin auf

http://www.britting.de/index.htm (»alte Britting-Website«).

Mit ehrenamtlicher Hilfe von Dr. Bernhard Betz und mir wurden damals noch schwierig einzuarbeitende Elemente eingefügt, etwa vom Bayerischen Rundfunk brillant aufgenommene Lesungen Georg Brittings (siehe »Vertonungen«), und so der Öffentlichkeit und der Nachwelt übergeben. Erstmals wurde eine für Webauftritte so wichtige Suche eingebaut, kostenlos.
   Die Familie von Michael Britting aus Oberhausen hat uns dann auf mein Bitten im Jahr 2009 großzügig die Site mit der Endung .De, Britting.De, geschenkt, die in der Folge zur primären Zugriffsseite des digitalen Brittings wurde. Eine unverlinkte Seite zeugt noch heute davon.
   Mit dem Übergang des Erbes Georg Brittings an die 2007 gegründete »Georg-Britting-Stiftung« begann eine behutsame, aber stetige Weiterarbeit am »digitalen Britting«, besonders nach der Verlegung der Stiftung nach Regenstauf bei Regensburg, Brittings Heimatstadt.
   Brittings Werk wurde 2015 von Lena Riess ehrenamtlich korrekturgelesen und für die unterschiedlichen digitalen Lesegeräte (“Reader”) verfügbar gemacht, hier auf http://www.britting.de/ebooks/ ein Überblick. Dort stehen die vermutlich korrektesten Kopien.
   Ein Versuch, Georg Britting, den großen alten Dichter, über Facebook zu propagieren, scheiterte an der konkurrierenden Anzahl heute lebender Facebook-aktiver Georg Brittings … Georg Britting muss man nicht »liken« …
   Der heutige »Neuauftritt« Brittings im Web entstand 2017 von www.creatiomm.de und erfreut sich hoher Beliebtheit.
   Weitere Arbeiten an der Site sollten sich anschließen. Eine große Aufgabe wäre, die Site für Smartphones geeignet zu machen, und eine zielführende Suche über alle Inhalte einzuführen. Für heutige Leser wäre sanft auf »neue« Rechtschreibung zu wandeln, zumal in aktuellen Schulbüchern selbstverständlich »neu« schriftgesetzt wird, damit der moderne Leser bei Brittings Dichtungen und Prosawerken nicht durch störende, vom Dichter ungewollte und altertümliche Auffälligkeiten irritiert wird. Hier eine Anleitung dazu.
   In der Wikipedia meines Erachtens tendenziöse Darstellungen Brittings im Dritten Reich zu korrigieren, gelang mir trotz intensiven Bemühungen nur sehr teilweise; hier ein Dossier dazu. Wie fast alle moderne Medien zieht sich die Wikipedia hinter Zitate anderer Meinungsbildner zurück und gestattet keine Plausibilisierung oder gar Nachprüfung der berichteten »Fakten«.
   Schließlich: Dieser »Britting-Blog« hier harrt weiterer aktiver Mitgestalter …
und ist hier nachzulesen:
   Permalink: http://j.mp/2J8g7GW =
https://brittingblog.blogspot.com/2018/04/die-britting-website.html,
generell auf: https://brittingblog.blogspot.com/

Fritz Jörn,
 vormaliges Mitglied des Vorstandes der Britting-Stiftung, Fritz@Joern.De

Übrigens: »Mein« primärer Blog über www.Joern.De/Blog

Freitag, 23. März 2018

Hans-Joachim Schuldt †

Hans-Joachim Schuldt  4. März 1920 – 19. März 2018 – 98j
4. März 2018 am Chiemsee mit einer Freundin (aus seiner Mail vom 11.3., siehe unten)
Hans-Joachim Schuldt ist verstorben
   Am 19. März 2018 verstarb der Gründer und Ehrenvorsitzende der Georg-Britting-Stiftung, Herr Hans-Joachim Schuldt aus Rohrdorf-Höhenmoos am Chiemsee. Herr Schuldt wurde in großer geistiger Frische und ungebrochener Kreativität 98 Jahre alt.
Wir trauern um einen großen Wohltäter, um eine echte Persönlichkeit und einen väterlichen Freund. Wir werden Herrn Schuldt immer ein dankbares Andenken bewahren. Möge er ruhen in Frieden.
   Für den Vorstand
Prof. Dr. Sigmund Bonk, Vorsitzender

Albert Ringahandl, Professor Dr. Sigmund Bonk und Hans-Joachim Schuldt
am 20. September 2012 in Regensburg

Hans-Joachim Schuldt, 14. August 2017 in seiner Wohnung
http://bit.ly/2xfNykL, kurze Sprechprobe auf http://j.mp/2FWYjkR (Video)

Das Gedicht findet sich in »Petit Fours« von Hans-Joachim Schuldt, 
www.britting.de/grafiken/Aphorismen.pdf#page=62

Aus einer von Herrn Schuldts letzen Mails:
Betreff: Retourkutsche, Datum: Sun, 11 Mar 2018 18:10:11 +0100

März

In jedem Jahr, seit wir im Chiemgau lebten,
stand Anfang März ein kleiner Strauß
von Märzenbechern auf meinem Frühstückstisch.
Den hatte meine Frau für mich gepfückt.

Noch immer blühen sie im Garten,
jedoch – der Tisch bleibt leer.
Noch immer grüßen sie als Frühlingsboten.
Nur – die liebe Frau – die gibt es nimmer mehr.

Es könnt ja sein, dass irgendwann sie wiederkommt,
dann werd’ ich sie daran erinnern.
Wenn jedes Jahr die Märzenbecher wieder kommen,
warum denn nicht auch sie?

… mit sonntäglichem Gruß vom nunmehr 98-jährigen Hans, der nun so aussieht:
[Das folgende Bild am Chiemsee ist hier ganz oben wiedergegeben. fj]
   Email von Hans-Joachim Schuldt

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Bericht über das Begräbnis auf http://j.mp/2IpCvve

Permalink hierher http://j.mp/2J64EHQ =
http://brittingblog.blogspot.de/2018/03/hans-joachim-schuldt-19.html






 


Meine letzte Aufnahme von Herrn Schuldt am 1. Februar 2018 im Gasthaus Post in Rohrdorf am Inn, wo er gerne zu Mittag aß.

Dienstag, 18. Juli 2017

Man schreibt sich keine Briefe mehr –

– meint unser alter Freund und Britting-Kenner –
Es gab Zeiten in der Menschheitsgeschichte, da schrieb man sich Briefe. Damals gab es Papier und Federhalter, Bleistift, Füller (»Füllfederhalter«) und oder Kugelschreiber, mit denen man seine Gedanken zu Papier brachte und durch einen Postboten zum Empfänger.
   Dieser, wenn es ein höflicher, gut erzogener Mensch war und des Schreibens kundig, erwiderte den Brief innerhalb wenigstens dreier Tage [höchstens, höchstens! Nur im 16. Jahrhundert lernten die Leute erst bloß das Lesen. Schreiben war aufrührerisch. – d.Red.]
   Zum Inhalt gab es bestimmte Regeln, die einzuhalten es sich gehörte.
   Es gab damals noch Briefumschläge im DIN-Format und Briefmarken, die drauf zu kleben waren, feucht, damit auch der Staat, dem die Post gehörte, von der Kommunikation profitierte. Nutzten doch nicht alle Briefe das volle Briefpotential von zwanzig Gramm. Die Differenz war der Gewinn der Post – meint der Rezensent.

Ungezählt sind diese Briefe und ihre Abart, die schneller und flüchtiger verfassten Ansichtskarten, worauf jeder lesen konnte, wie’s Wetter war, und dass es einem gut geht. Das waren Vorboten künftiger Kommunikation. Die mussten dann nicht beantwortet werden.
   Für wirklich eilige Nachrichten und Gratulationen gab es noch das Telegramm, frankophil Depesche genannt, für das sich eine eigene Form der Kurzsprache entwickelt hatte, kostete doch jedes einzelne Wort Geld. (Mehr hier.)
   Die Technik entwickelte danach den Fernschreiber und das Fax, bevor sie mit der elektronischen Datenverarbeitung eine Revolution der Kommunikation einläutete.
   Der Weg führt über die Erfindung des Internets und des Handys zum heute gebräuchlichen Smartphone, in dem sich alles vereint, was der Mensch erfahren oder mitteilen will – und das mit allen Sinnen, außer halt dem des Riechen.
   Diesen Geräten jedoch muss die Evolution noch folgen, um die menschliche Hand adäquat touchscreengerecht und tastenformatig umzugestalten. Bis dahin bedient man sich der Smileys. (Pardon, ich bin ein Zombie und habe an der Stelle, wo die zu erreichen sind, noch ein Mikrophon aus Zeiten der Diktatur. »Fräulein, zum Diktat bitte!«. Des Fräuleins bedarf es nicht mehr, ’s gibt auch keine mehr.) 

Zurück also zum Smiley (s.a. hier). 
   Man schreibt nicht mehr umständlich: »Ich bin traurig oder lustig oder sonst wie gestimmt«. Mit einem einzigen Zeichen deutet man das optisch an. Warum man dies oder jenes ist, und wie es dazu kam, ist doch egal (gibt’s auch dafür ein Smiley?), und Zeit hat man ohnehin nicht mehr, die frisst das Smartphone.
   Nun will ich nicht davon sprechen, dass früher alles besser war, sondern davon, was uns erwartet nach jüngsten Pressemeldungen. Erstens, dass die Entwicklung kurz vor dem Abschluss steht, auch Gerüche elektronisch zu vermitteln, z.B. mit dem »oPhone». Damit bekommt dann der Satz: »Ich kann dich nicht riechen!« oder umgekehrt endlich seinen Sinn. Auch das von der Werbung so gern gebrauche »mal schnuppern« wird Realität. 

   Aber es kommt noch dicker. Die moderne Computertechnik (»Technologie«!) hat eine Methode entwickelt, die die Gedanken des Kommunizierenden verrät. Wer also tippt: »Ich freue mich schon auf dich«, oder das entsprechendes Smiley dafür verwendet, dem – also dem anderen, dem Empfänger [die Red.] – wird akustisch vermittelt, was sich der Tipper wirklich gedacht hat.
   So wird es denn sein, dass ihr hören könntet, was ich jetzt denke!
   Wie war doch das Thema dieses Blogs – so nennt man heute so einen Text – denn: »Man schreibt sich keine Briefe mehr.«
   Wen wundert das?
   Fragt bestürzt von seinen Gedanken euer alter Hans-Joachim Schuldt, der seit vielen Tagen weder Briefe noch Mails erhält. [Ist übrigens nicht ganz wahr, gell! – der Red.]


Link hierher:
https://brittingblog.blogspot.com/2017/07/man-schreibt-sich-keine-briefe-mehr.html

Dazu auch: NZZ, 14.7.2017: »Schöne, neue Telekom-Welt«

Montag, 30. November 2015

Zäsur – Es geht neu los!

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Ausnahmsweise in eigener Sache.
   Bis dato nannte sich dieser Blog: Freunde Georg Brittings. Der Blog berichtete von seinem größten und netztechnisch wichtigsten Freund, Hans-Joachim Schuldt, dem Initiator und Erbauer der Britting-Website Britting.De, die damals noch Britting.com hieß. Schuldt hatte die Witwe Britting geheiratet und mit ihr und mit unendlicher Liebe den ganzen, guten Britting ins Web gesetzt. Inzwischen ist er Jahre alt. Gott geb’ ihm langes, langes Leben – aber keine Arbeit mehr fürs Netz …
   Neu gibt es Brittings Werke für kleine, tragbare elektronische Lesegeräte, für Reader. Wie von der ganzen Britting-Site kann man Britting-Werke zum privaten Gebrauch kostenlos herunterladen. Die E-Buch-Formate E-Pub und Mobi finden Sie hier. Wir verdanken das Frau Lena Riess.
   Jüngst ist auch ein lebhafter Facebook-Eintrag entstanden, hier. Da danken wir Frau Julia Wächter.
   Ich selbst, , will als Moderator langsam aussteigen. Und ich danke all meinen p.t. Lesern.
   Fritz Jörn

Dieser Eintrag: http://brittingblog.blogspot.com/2015/11/zasur-es-geht-neu-los.html
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Sonntag, 9. Februar 2014

Lebenszeichen 2014

Ein Lebenszeichen, oder wie man früher sagte: »Meldung machen«.
   Unser Freund Brittings hat sich neue Augen machen lassen und dann gleich dazu ein neues Auto gekauft. Kaum sieht einer scharf, sieht er, wie alt die alte Karre ist – ein Nissan, mit 15 Laufjahren auf dem Buckel. Vor allem steigt man in gewisse neue Modelle, angefangen von der Mercedes A-Klasse bis zu Geländewagen aller Art, in die steigt man einfach würdiger ein. Es muss ja nicht immer ein Ferrari sein, vor dem man am besten erst einen kleinen Teppich ausbreitet, sich darauf hinkniet, und dann versucht, irgendwie ins Innere zu dringen (und dort möglichst lange bleibt). Lauter Gnome, diese Ferraristi.
   Der neue Renner ist ein Hyundai ix-20, wie zum Beispiel hier zu sehen. Der stolze Neuwagenbesitzer hatte dieser Redaktion ein Lichtbild mitgeliefert, das dann Googles Bildersuche eindeutig identifiziert werden konnte. Soviel zur Technik, und nun zur modernen Technik des Wages: Der ist ausgestattet mit vier Rädern, die ihren Meister zwischen Chiemgau und Allgäu auch des Winters wohl befördern. Gegenwärtig weilt er im Allgäu, genießt wieder einmal Frühling, wenn schon nicht bezüglich Schnee so doch gefühlsmäßig, und macht sich liebevoll nützlich als hochgeschätzter und ebenso betagter Begleiter.

Unvergessen ein Ausflug zum Hochgrat (1834 m) mit der Hochgratbahn, einer Kleinkabinenluftseilbahn. 
Blick ins Tal von der Hochgratbahn                                              Foto Schuldt
Etwas weiter links, mehr gen Süden, hätte man an so einem klaren Tag den Bodensee sehen können, hier ein entsprechendes Bild mit sommerlichen Morgenrot aus einer Aufstiegsbeschreibung. Von der Schuldtschen Auffahrt ist leider nichts weiter bekannt. Fakten, Meister Schuldt, Fakten wollen wir, nicht nur Anekdoten!
   Obwohl auch die pläsieren, wie diese.

Der Schal 
   Wangen ist eine kleine Stadt im württembergischen Allgäu. Von einer dicken Stadtmauer umgeben ist sie durch mittelalterliche Tore zu erreichen. In Wangen pulsiert noch ein nicht vom Tourismus verdorbenes urbanes Leben. Dort hat denn auch ein Augenarzt sein Domizil, zu dem mich meine Freundin »Mama« bringen wollte. Um meinen beiden 93 Jahre alten Beinen einen allzulangen Anmarsch zu ersparen, ward eine nah gelegene Anfahrstelle gesucht und gefunden. Meine Freundin fuhr mich an eine Stelle, an der die Weiterfahrt durch ein Verbotsschild untersagt ist. Dort, kurz haltend, ließ sie mich aussteigen und wies mir den nicht weiten Weg, den ich, auf meinen Stock gestützt, wohlan beschritt.
Die Herrenstraße in Wangen, autofrei,
auf einer historischen Postkarte, selbst aufgefrischt,
also wohl erlaubtermaßen hier publiziert
   Nun hatte mir bei der Abfahrt die stets um meine Gesundheit Besorgte einen schönen, langen Schal um den Hals gewunden, den ich beim Aussteigen eigentlich ablegen wollte, der aber an mir hängen blieb, was sie, aber nicht ich, bemerkte. Also rief sie mir etwas nach, was zwar ich mit meinen schlechten Ohren nicht verstand, wohl aber eine vor mit durch die Herrenstraße schreitende Dame. Sie sah sich um, musterte mich zu meinem Erstaunen ganz freundlich und legte mir sodann mit einem bezaubernden Lächeln den Schal um den Hals. – »Kaschmir«, sagte sie anerkennend (zum Schal, weniger zu mir), und ich verstand »Catch me«. – Was ich dann aber doch nicht getan habe. Ich musste ja zum Augenarzt. 
Winterlicher Blick von Sulzberg gen Süden                                                                     Foto Sutter
Zurück in die Gegenwart. Nicht weit ist es von hier Sulzberg. Da kann man in tausend Meter Höhe auf der Terrasse eines Restaurants in der Sonne sitzen, eine bereit liegende Decke über den Knien, und still und staunend das Alpenpanorama genießen, dazu – wer mag – einen hinreißenden Apfelstrudel mit heißer Vanillesauce. Burg Sulzberg, von der Wikipedia aus gesehen. Genaugenommen aus Südosten.
   Das ist’s, was mich glücklich macht – und nicht der Lärm der Welt. Und sitzt dann noch ein Mensch neben einem (es darf auch eine Frau sein) und legt einem für­sorg­lich einen Schal um den Hals, auf dass man ja nicht friere, da wird’s einer »alten (in­zwi­schen bayr.) Haut« ganz warm ums ♥.

Zum Abschluss und Ausblick noch ein »Selfie« aus Bregenz – natürlich »Foto Schuldt«!




Sonntag, 1. September 2013

Lebenszeichen

Endlich wieder ein Lebenszeichen. 
   Mich hatte eine Bronchitis just zu dem Zeitpunkt erwischt, als Reich-Ranicki ein Gedicht von Britting in seine Reihe (Anthologie) aufgenommen hatte: »Was hat, Achill«. Da liest Thomas Huber das Gedicht. Am 2. 8. 2013 resümiert Wolfgang Schneider: »Ein lyrisches Wunderwerk, das ist auf Anhieb deutlich, und es wird deutlicher, je länger man sich damit beschäftigt. Warum ist dieser Dichter, warum ist Georg Britting vergessen?« 
   Übrigens. Albert von Schirnding machte sich über dieses Gedicht auch so seine Gedanken: »Das Klassisch-Antike durchdringt sich mit süddeutschem Kolorit. … Achill ist eben nicht nur ein antiker Heros, sondern auch ein bayerisches ›Mannsbild‹ – Groß und Klein, Ferne und Nähe sind in ihm zu einer höchst einprägsamen Figur verschmolzen.« Peter Staengle nennt’s inzwischen einfach den »Gipfel jeglicher Dichtung überhaupt«, danke. Und Hermann Kurzke: »Die Liebe ist ein Geschlechterkrieg, wie in dem Gedicht von Achill ...« und macht sich so seine Gedanken über Britting und die Nazis: »Er war kein Nazi, aber er war auch nicht dagegen.« Genug: Gedichte und Dichter sind da, dass man sie liest, nicht deutet (außer in der Schule). Meint fj.
»Blick aus meinem Ipad« – in den ich auch die Mails diktiere.
Da haben sich natürlich die Anfragen gehäuft. Inzwischen sind sie alle beantwortet, die Aufträge ausgeliefert, Lizenzen erteilt usw. Und auch ich genese voran.
   Und schließe wieder einmal (etwas nachdenklich) mit Britting:

Wessen der andre auch ist,
Der ewige,
Göttlich und engelumflügelt,
Droben, der glänzende,
Den das Herz nur zu ahnen vermag –
Abgespiegelt hier unten auch glänzt er, der unsre,
Mit Bäumen und Wind und dem lärmenden Schlag
Des unbehausten, flüchtigen Kuckucks,
Der untre,
Der irdische Tag.


   Links:
»Blogs über: Georg Britting«
Dieser Eintrag hier

Dienstag, 2. April 2013


File:Galgenlieder 025.jpg


Das war eine Nacht heut Nacht.
Weil auch ich ein Fisch,
Hab ich es nachgemacht.
Doch das Format beherrscht nicht mal das Internet.
So sing ich mit nun im Duett.



 – Al-so dichtet der Protagonist, der lit. geb.
 – Dann kommt der HTML-Artiste, sucht’s erst im Netz; bitte ↖ links oben dank http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Galgenlieder_025.jpg.
Und dann probiert er’s doch zu setzen Schrift:


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Na ja, meint er dann selbst, so schee is net … Außerdem ein Ver>>>>>>>>>stoß gegns ©, oder? Das weiß man nie, im Netz, da isma drin – und dran? Hier ist der Autor siebzig Jahre tot, das ist schon mal was.
Link zu diesem Blog: http://brittingblog.blogspot.com/2013/04/das-war-eine-nacht-heut-nacht.html

Sonntag, 17. Februar 2013

Der alte Barsch

Dies ist eine Geschichte, fast ein Drama, aus der christkatholischen Fastenzeit. Es erzählt von einem eiskalten Fisch, der nichts dafür kann, einem hungrig Heizenden und Handelnden, der an allem Schuldt ist, und drumherum das reine, zarte Bangen, oder soll ich bloß sagen: Oberbayern.
   Angefangen hat es mit einem einsamen Mittagessen.

»Loup de mer« (Wolfsbarsch, Dicentrarchus labrax), AD 2011, aus dem Tiefkühlfach – Ipad-Foto Schuldt
Hier sieht man das Tierchen vor dem Verzehr auf dem heimischen Teller. Für schönere Rezepte und professioonellere Bilder verweisen wir ins weitere Netz, etwa auf Maggi. (Im Übrigen nennt der deutsche Gourmet alle möglichen Fische Loup de mer, weil’s grad so schön fischländisch klingt.)   
   Nach dem Mahle reimte dann der Herr:

Liebe Marion!
    Jetzt habe ich einen Engel aufgefressen! – (schreibt er wörtlich.)
    Und das war der von dir, der mit den weißen Locken! – Mitgefressen!
    Und süß!
    Wen und was soll er nun beschützen?
    Du siehst, nichts hält ewig! 
    – bis auf unsere Liebe!
       
Und er unterzeichnet frohgemuth:
   Dein englelverschlingender, alter Hans.
       
Mannhaft erklärt er am Ende sachlich-ungereimt:
    Heut Mittag gab’s einen »Mer de loup« aus dem Jahr 2011. Köstlich!

Antwort von Marion:
    Aber Hans, um Gottes Willen, aus  2011!!!!!!!!!!!!!
    Ich möchte stündlich ein Lebenszeichen von dir, bis morgen früh ....
Hast du den so lange im Eisfach schmoren lassen, das sollst du nicht, nicht länger als drei Monate, aber du bist ein Haudegen, du überlebst ......
(»Schmoren« im Eisfach? Wieder einmal ein leicht verqueres sprachliches Bild. Das kommt von der Erregung. Außerdem gibt’s deutsch noch kein »in 2011« oder »aus 2011«, nur im Englischen ohne was davor, das hatte Schuldt richtiger. Die Redaktion)

Darauf der alte Genießer:

    Befehlsgemäß meld’ ich mich stündlich
    – und das tu ich sehr gründlich – (schon, damit sich’s reimt!)
    Mit einm Engelchen im Bauch
    Und einem alten Fischlein auch.
   
    Bisher bewirkte der »Mer de loup«
    Noch nicht mal einen ... !
    Doch sowas Ungereimtes sagt man nicht,
    Iss lieber du den Fisch stets frisch!
   
    Ach Marion, gefroren hatte der schon so lange,
    Da war ich mir doch garnicht bange! –
    Sollt’ noch einen ich im Eisschrank finden,
    Fürwahr! – könnt ich mich sicherlich nicht überwinden! (wozu?)
   
    So habe du denn keine Angst
    Um deinen Hans.
    Du weißt es doch! Der kann’s.
    Nur fehlt die vierte Zeile leider ganz!
   
Soweit die Ballade vom »Meereswolf« (sag’ i).
Höhergeistiges unter Lupus in fabula.

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Die Aufbewahrungszeit von Tiefkühlfisch in der Truhe wird ganz unterschiedlich eingeschätzt. Einmal sind’s bloß drei Monate (das meint allerdings ein »Feuervogel«), ein anderer schreibt: ewig. Dritte philosophieren von »enzymatischen Prozessen«, und dass es drauf ankommt, und das klingt doch immer am gelehrtesten. Fett möchte ranzig werden, ganz langsam aber sicher, was man aber schmeckt. Wobei beim Bayern Schmecken schon gleich Riechen ist. Also keine Bange! Selbst die Wikipedia beruhigt: »Daher sollte man beim Verzehr von Frittiertem auf natürliche Ekelreaktionen achten, welche noch vor Erreichen gesundheitsschädlicher Anteile von Zersetzungsmaterial im Öl automatisch Alarm schlagen.«

Samstag, 2. Februar 2013

Noch ’n Gedicht

Theke – Antitheke – Syntheke

Philosophen-Karikatur von Robert Gernhardt – s. SWR
Beim ersten Glas sprach Husserl:
»Nach diesem Glas ist Schlusserl.«
   Ihm antwortete Hegel:
   »Zwei Glas sind hier die Regel.«
»Das kann nicht sein«, rief Wittgenstein,
»Bei mir geht noch ein drittes rein.«
   Worauf Herr Kant befand:
   »Ich seh ab vier erst Land.«
»Ach was«, sprach da Marcuse,
»Trink ich nicht fünf, trinkst du se.«
   »Trinkt zu«, sprach Schopenhauer,
   »Sonst wird das sechste sauer.«
»Das nehm ich«, sagte Bloch,
»Das siebte möpselt noch.«
   Am Tisch erscholl Gequietsche,
   still trank das achte Nietzsche.
»Das neunte erst schmeckt lecker!«
»Du hast ja recht, Heidegger«,
   rief nach Glas zehn Adorno:
   »Prost auch! Und nun von vorno!«
                                        soweit Robert Gernhardt (1937—2006)

beim elften Glas, fiel Britting ein.
Wer wissen will, wie’s weiterging, 
der klicke hierauf diesen Link.
Es fehlt hier noch der Heinrich Kleist,
den füg ich ein – mit noch ’nem Link – schon dreist.
   – Sagt’s, schreibt’s und legt es nieder, der nimmermüde Hans-Joachim Schuldt.

Spittelmarkt 1783. Bild s. Wikipedia. 1786—1796 sollte Kleists Anekdote spielen.
PS. Hier steht der Kleist ganz ohne Link:

   Der Branntweinsäufer und die Berliner Glocken  

Ein Soldat vom ehemaligen Regiment Lichnowsky, ein heilloser und unverbesserlicher Säufer, versprach nach unendlichen Schlägen, die er deshalb bekam, dass er seine Aufführung bessern und sich des Brannteweins enthalten wolle. Er hielt auch, in der Tat, Wort, während drei Tage: ward aber am vierten wieder besoffen in einem Rennstein [sic!] gefunden, und, von einem Unteroffizier, in Arrest gebracht. Im Verhör befragte man ihn, warum er, seines Vorsatzes uneingedenk, sich von neuem dem Laster des Trunks ergeben habe? »Herr Hauptmann!« antwortete er; »es ist nicht meine Schuld. Ich ging in Geschäften eines Kaufmanns, mit einer Kiste Färbholz, über den Lustgarten; da läuteten vom Dom herab die Glocken: ›Pommeranzen! Pommeranzen! Pommeranzen!‹ Läut, Teufel, läut, sprach ich, und gedachte meines Vorsatzes und trank nichts. In der Königsstraße, wo ich die Kiste abgeben sollte, steh ich einen Augenblick, um mich auszuruhen, vor dem Rathaus still: da bimmelt es vom Turm herab: ›Kümmel! Kümmel! Kümmel! – Kümmel! Kümmel! Kümmel!‹ Ich sage, zum Turm: bimmle du, daß die Wolken reißen – und gedenke, mein Seel, gedenke meines Vorsatzes, ob ich gleich durstig war, und trinke nichts. Drauf führt mich der Teufel, auf dem Rückweg, über den Spittelmarkt; und da ich eben vor einer Kneipe, wo mehr denn dreißig Gäste beisammen waren, stehe, geht es, vom Spittelturm herab: ›Anisette! Anisette! Anisette!‹ Was kostet das Glas, frag ich? Der Wirt spricht: Sechs Pfennige. Geb er her, sag ich – und was weiter aus mir geworden ist, das weiß ich nicht.«

Freitag, 1. Februar 2013

Vorfrühlingsgruß vom Chiemsee

Chiemsee bei Seebruck. Foto Schuldt mit Ipad
Mag’s der wärmste Januartag seit Men­schen­ge­den­ken gewesen sein, dieser letzte Januar­tag 2013, es war ein schöner Tag. Die Wolken sehen nach Föhn aus, der See nach Sehnsucht …

Und gerade die lässt unseren unermüdlichen Bayern-Berichterstatter mit alten Dichtern seufzen:

»Es ist so traurig, sich allein zu freuen.«                    Minna von Barnhelm II, 3. (Fräulein)
  Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781)

Was hiermit überwunden scheint, dank Internet! Merke: Im Netz ist keiner allein, zumindest nicht im Web zweinull, so sich jeder so seine »Komm Junitty« zusammenklaubt.


Foto Schuldt mit Ipad
Wes Kirch’ das ist, wird er mir schon noch schreiben, der Meister!

Lasset uns also einkehren:

Schlosswirtschaft Wildenwart, Jägerstube. Foto Schuldt mit Ipad
Foto Schuldt mit Ipad
In diesem Fall in Wildenwart, in die Schlosswirtschaft. »Hier bin ich bekannt und werde mit Namen begrüßt«, schreibt der Protagonist hinter und mit seinem  Ipad. »Die Stube war voll, so fand ich in der Jägerstube einen Platz und warte jetzt geduldig auf den bestellten Schweinsbraten, der hier sehr gut ist. – Das Tegernseer Bier läuft schon wohin es muß!«
   Hernach nur kursorisch: »Ich lasse mich jetzt von meiner bezaubernden Kopilotin nach Hause führen, ich folge ihr einfach, bis sie sagt ›Sie haben ihr Ziel erreicht!‹ (Wir siezen uns noch immer!).
  Na, wenn das keine gute Siesta verspricht, was dann? – fragt der alte Hans, der mit dieser Rose ganz herzlich grüßt.«

Liest das eigentlich wer? Oder ist das eher »für die Katz«? Foto wieder Schuldt mit seinem Ipad.




Montag, 28. Januar 2013

Heut’ ein Hinweis, a lustiga Link,

dazu ein eigener Spruch:
   Einsamkeit ist äußerst produktiv!
   Es ist schwer, sie zu ertragen.
   Doch schwerer zu ertragen ist Zweisamkeit,
   Die sich an sich selbst verzehrt.
                              Hans-Joachim Schuldt


Zum Feierabend von Loriot: http://youtu.be/9qUtWteHPUI.
Der Text hier

Samstag, 26. Januar 2013

Noch ’ne Geschichte –
Wein, Ipad, u. a.

Es war schon spät geworden – eigentlich hätte ich, wie einige Gäste vor mir, das gastliche Haus längst verlassen haben müssen. 
   Es war ein Geschäftsjubiläum, Anlass zu einer Feier, in einem gut situierten, kultivierten Haus erster Adresse. Vornehm bis in die Fingerspitzen: die zum Handkuss entgegen gehaltene Hand der tatsächlich schönen Gastgeberin, die dann womöglich der Grund für mein Verweilen gewesen sein könnte.
   Bei all dieser vornehmenden Zurückhaltung trat darüberhinaus dann ein, was man Gemütlichkeit nennen kann. Dazu hatte ein vorzüglicher Frankenwein beigetragen und ein paar gut vorgetragene Toasts, die Anlass waren, Geschichten von Trinksitten zum Besten zu geben. (Ein Toast, meine Damen und Herren neuzeitliche Leser, ist hier nicht ein teilgesintertes Stück Wonder Bread, sondern eine kurze Ansprache, eine kleine Geschichte, mehr oder weniger passend zum Anlass. fj)
   Ob auch ich mit einer solchen Geschichte aufwarten könne, wurde ich gefragt. Das machte mich verlegen, kam ich doch aus einer ganz anderen gesellschaftlichen Schicht. Dann kam mir die Geschichte von Britting in den Sinn. Ich gab zu bedenken, dass die Sache zu lang sei für so einen kurzweiligen Abend. Diese Ausrede verfing beim Hausherrn nicht – er ließ die Gläser noch einmal füllen, reichte eine Kiste mit echten Havannas herum, und, nachdem er die seine umständlich entzündet hatte, sah er sich fragend um im Kreis und sagte fordernd: »Erzählen Sie, die Nacht ist noch lang!«
   Also begann ich:

Ich habe einen guten Freund, der lebt jetzt nicht mehr in Deutschland, der lebt jetzt in England. Wenn ich mit ihm zusammensaß, und wir tranken Wein, so stürzte er das Glas in einem Zug hinunter. Er machte das nicht nur mit dem ersten Glas so, er machte es mit jedem Glas. Er trank nicht mehr als wir, er wartete, geduldig und höflich genau, bis wir andern, den Wein schluckweis trinkenden, auch unser Glas leer hatten. Dann goss er die Gläser voll, und seins trank er dann wieder leer in einem einzigen habgierigen Zug. Ich fand es etwas grobschlächtig, so zu tun, und fand es auffallend bei einem so artigen Mann, der er ist, und einmal sagte ich ihm: Tu langsam! Er sah mich nur lächelnd an, wie einer, der es besser weiß, und legte seine breite, feste Hand auf meine, und sagte: Lass mich so! Und ich ließ ihn so, ohne nach seinen Gründen zu fragen. Er wird diesen Brauch beibehalten haben im fremden Land. Genug zu trinken zu haben, wünsche ich ihm, die Insel ist neblig.
  Dann begegnete mir diese Verhaltensweise wieder. In Köln war ich mit einem berühmten Dichter zusammen. Der hatte seine Gedichte im Rundfunk gesprochen, und nach der Lesung erwartete ihn ein Gelehrter, von großem Namen auch er, der nur gekommen war, von dem Hochverehrten, den er noch nicht von Angesicht zu Angesicht, nur aus seinen Versen kannte, sich das Glück auszubitten, dass er ein Glas Weins mit ihm trinke. Wir gingen in die Wohnung des sonderbaren Schwärmers. Er hatte aus dem Keller den besten Jahrgang geholt. Feierlich-umständlich entkorkte er die Flasche und füllte die Gläser mit dem flüssigen Gold: das Zimmer duftete davon. Er stieß mit dem Dichter, dann mit mir an, und da geschah es: der Dichter stürzte sein Glas in einem einzigen Zug hinunter. Ich erschrak über das Unangemessene. Der Wein war ein hochedles Gewächs, bei einem einfachen hätte es noch angehen mögen. Der gelehrte Herr erschrak sicher nicht weniger wie ich, ließ sich aber nichts anmerken und schenkte dem Dichter das Glas sofort wieder voll. Und wieder leerte es der in einem tiefen Zug. Unser Wirt war zu vornehm, ein Wort darüber zu verlieren. Ich sagte auch nichts, mir war mein Freund in England eingefallen. Dann redeten wir, dieses und jenes, und der Dichter musste zur Bahn, und wir begleiteten ihn. Unerschüttert aufrecht schritt er dahin.
  Ich trinke, auch wenn ich Schnaps trinke, das Glas nicht in einem Zug leer. Das liegt nicht in meiner Natur. Doch weiß ich, dass es beim Schnaps viele mit dem »Aufeinenzug« halten. Bei einem Verleger, der aus dem Schwarzwald ist, gab es einen Himbeergeist, herrlichen, alten, der roch, wie ein ganzer Himbeerschlag riecht, wenn er in der Sonne glüht. Ich nahm, wie gewohnt, meinen Schluck, der Verleger kippte sein Glas kopfüber hinab. So sei es richtig! sagte er tadelnd, jeder Schwarzwaldbauer mache es so. Das gäbe einen glühenden Stoß bis ins Herz.
  Einmal versuchte ich’s auch mit dem »Aufeinenzug«. Es war eine leere Stunde, traurig war mir zumut, ohne Grund, und da fielen mir die Aufeinenzug-Leute ein. Ich hatte eine Flasche Burgunder stehen, die holte ich hervor. Ich goss mir das Glas voll und leerte es, ohne abzusetzen. Und ein zweites und drittes hinterdrein. Eine Feuerwolke umhüllte mich. Es war eine Wärme, die kein Ofen spenden kann. So himmlisches Feuer gibt nur der Wein. Es war ein plötzliches Glück. Die Traurigkeit war fort, und in rosigen Nebeln dampfte die Welt. Die gedrungene Burgunderflasche gefiel mir, und ich legte die Hand um sie, wie um eine Frauenhüfte. Ich begann zu sprechen, obwohl ich allein war und lauschte meinen Worten, die ein andrer sprach. Ich glaube, ich habe Weises gesprochen und Schönes, obwohl es sich nicht reimte. Zuletzt dann sprach ich in Reimen, und die Reime fielen mir zu, wie die Äpfel vom Baum fallen, in der rechten Stunde.
  Seitdem bin ich wieder zu meiner alten Gewohnheit zurückgekehrt. Ich trinke, wie es sich gehört, den Wein in kleinen Schlucken, seine Würze zu schmecken. Aber vielleicht haben die andern recht, mein alter Freund auf der Insel, und der Dichter, der nun schon tot ist.
  

Spülung. Bild Wikipedia
Mein Vortrag wurde einige Male an jenen Stellen unterbrochen, die zum Nachschenken einluden, dann aber wurde ich mit Fragen bestürmt, nach den Namen der Betroffenen. Ja, in der Tat, so wie der Erzähler selbst, sie sind alle tot, doch ihre Namen sind wohl bekannt!
   Die Damen hatten sich alsbald in den Salon zurückgezogen, zu einem Mokka, die übrig gebliebenen Mannsbilder jedoch wussten noch manche Geschichte zu erzählen – natürlich auch die vom wilden Mann, die ich nur angedeutet hatte, die nun aber in ihrer ganzen Breite zelebriert wurde, wobei bei jedem Glöckchenklingen ein homerisches Lachen ausbrach und die Gläser gefüllt wurden.
   Nun ja, die Geschichten wurden nicht besser, als mich der Hausherr fragte, ob ich – nachdem ich die längste Geschichte erzählt hatte, noch mit einer kürzesten beitragen könne.
   Da der köstliche Wein all zu schnell »heruntergespült« wurde, erinnerte ich mich daran, dass es unter den Theaterrequisiten auch etwas gab, was mit »herunterspülen« zu tun hatte – und angesichts der Tatsache, dass es so einiges herunterzuspülen gab, sagte ich: »Ja, aber es ist wirklich sehr kurz!« – »So lassen Sie es uns hören!«
   Es war ganz still geworden, und aus dem Damensalon war auch kaum noch etwas zu vernehmen, was aber dann zu vernehmen war, das hört wer auf das Bild hier oben klickt.

   Vier entsetzte Damenköpfe schauten aus dem Salon herein, bis endlich ein allgemeines Gelächter ausbrach und die Damen nun zu uns kamen, um auch noch Geschichten solcher Art zu hören. 
Alkoholfreies Bier aus dem Iphone
»Nun gut, ich möchte noch ein Glas«, sagte ich. Der Hausherr hatte schon die Flasche in der Hand, als ich ergänzte: »Nein bitte, es sei ein leeres!« Dann hielt ich meinen Ipad über das Glas und ließ ein Einschenken erklingen.
   Man bat mich um noch eine Geschichte. »Nun gut, es sei für heut’ die letzte denn!« Hier. Und mit mit diesem Ruf kam ich recht »früh« nach Haus –  Ihr alter Hans-Joachim Schuldt.